2026 begleitete ich als Mentorin die Einführung des Programms Líder Antifrágil bei JBS. Das Programm basiert auf meinem Buch Liderança Antifrágil und stellt eine neunwöchige Herausforderung, um Führungskräfte darauf vorzubereiten, die Stärkung und Veränderung der Sicherheitskultur zu führen.
Klarheit darüber, was entwickelt werden soll
Doch was müssen wir bei dieser Führungskraft entwickeln? Welche Fähigkeiten und Kompetenzen? Welche Instrumente, Routinen und welches Verständnis braucht sie? Diese Fragen bestimmen die Qualifizierung und helfen uns zu erklären, was wir von der Führung erwarten.
Ich paraphrasiere gern Brené Brown: Klarheit ist Freundlichkeit, fehlende Klarheit ist Grausamkeit. Oft kritisieren wir die Führung, obwohl noch Wissen und Klarheit darüber fehlen, was von ihr erwartet wird. Deshalb gehört es zu meiner Art des Mentorings, deutlich zu machen, was entwickelt werden muss.
Fünfundvierzig Lernerfahrungen im Alltag der Führungskräfte
In den neun Wochen schlugen wir fünf Lernerfahrungen pro Woche vor, insgesamt 45. Das Programm stellte die Disziplin auf der Sicherheitsagenda wieder her und brachte die Führungskräfte mit praktischen Erfahrungen in Berührung.
45 Lernerfahrungen, fünf pro Woche
Die neunwöchige Herausforderung des Programms Líder Antifrágil.
Neun Wochen mit fünf Erfahrungen pro Woche: insgesamt 45 Lernerfahrungen. Das Raster zeigt die Organisation des Programms, ohne den individuellen Abschluss der Teilnehmenden anzugeben.
Jeder Punkt steht für eine im Programm vorgesehene Erfahrung.
Die Führungskraft erhält Unterstützung vom Sicherheitsteam und ihrem direkten Team, muss jedoch Zeit einplanen und bereit sein, sich auf diese intensive Praxisphase einzulassen. Die Teilnahme verlangt die Bereitschaft, praktisch zu lernen und Verantwortung für die eigene Entwicklung zu übernehmen.
Während der Arbeit begannen die Führungskräfte zu erkennen, wie Sicherheit zu Qualität und Produktivität und damit zur Leistung beiträgt. Damit ging das Verständnis einher, dass die Veränderung beim eigenen Handeln beginnen muss.
Führungskräfte tragen das Programm weiter
Zu den Projektergebnissen zähle ich besonders den Rückgang des Unfallgeschehens und das starke Engagement der Führung. Mit mehr Klarheit über ihre Rolle begannen die Führungskräfte, das Programm eigenständig auf weiteren Organisationsebenen umzusetzen und weiterzutragen.
